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Herzlich willkommen beim KGV Grünwinkel 1979 e.V.

Vorstandschaft:

Erster Vorsitzender:     Oliver Stein

Stellv. Vorsitzende:       Marion Baum

Kassiererin:                    Gudrun Hansen

Schriftführerin:              Ursula Holzinger (kommissarisch)

Beisitzer:                         Dietmar Kullick, Mike Jung 

Geschichte unseres Kleingartenvereins 

Alteingesessene Grünwinkler erinnern sich bestimmt noch an die ursprünglichen Kleingärten, die bis 1979 ‚Im Gewann bei der Ziegelhütte’ zwischen dem Friedhof Grünwinkel und der Alb lagen. Es herrschte ein buntes Durcheinander, denn jeder der 31 Kleingartenpächter hatte mit der Stadt Karlsruhe einen Einzelvertrag abgeschlossen und machte faktisch wonach ihm der Sinn stand. Die sehr unterschiedliche Gestaltung der einzelnen Parzellen und auch der Zustand der Gartenhütten entsprachen jedoch längst nicht mehr den Anforderungen, die eine Kleingartenanlage erfüllen sollte, um mit einem ansprechenden Erscheinungsbild auch in das städtebauliche Gesamtkonzept zu passen.

 

Die Stadt Karlsruhe als Grundstücksverpächterin war gehalten, eine klare und überschaubare Entwicklung dieser Kleingärten zu gewährleisten. Gute Erfahrungen hatte die Stadt mit jenen Kleingartenanlagen gemacht, die in Vereinsform organisiert waren und eine ausreichende Eigenüberwachung durchführten. Daher wollte die Stadt auch die Kleingärtner ‚Im Gewann bei der Ziegelhütte’ zu einer Vereinsgründung bewegen.

 

Vom Einzelpächter zum Verein

Am 21.2.1979 fand im Gasthaus Engel eine Aussprache mit Vertretern des Gartenbauamts und der Bezirksgruppe der Gartenfreunde sowie 18 Einzelpächtern statt. Der damalige Leiter der Bezirksgruppe, Willi Kastin, stellte die Organisation und ihre Leistung vor und überzeugte damit offensichtlich alle Pächter. Denn in der nachfolgenden Abstimmung über die Gründung des Vereins sprachen sich alle anwesenden Pächter einstimmig für die Gründung des „Kleingartenverein Grünwinkel“ aus. Zum 1. Vorsitzenden wurde Hubert Geier gewählt. Am 31. März 1979 wurden die einzelnen Pachtverträge mit der Stadt gekündigt. Zum 1. April 1979 wurde ein neuer Pachtvertrag mit der Bezirksgruppe abgeschlossen. Am 6. Juli 1979 wurde der Verein in das Vereinsregister im Amtsgericht unter der Nr. 1255 eingetragen.

 

Hochwasser war an der Tagesordnung

Bis Anfang 1980 reichten die Gartenparzellen noch direkt bis an die Alb. Der Eingang befand sich auf der Friedhofsseite. Wie man auf den alten Bildern deutlich sehen kann, hatte dies einen großen Nachteil: Das Alb-Hochwasser überschwemmte häufig auch das gesamte Gartengelände. Ende der 80er Jahre wurde das Kleingartengelände verkleinert und einige Gartenbesitzer mussten sogar ihre Parzelle zur Erweiterung des Grünwinkler Friedhofs abgeben. Proteste des Vereins brachten keinen Erfolg. Dann wurde der Hochwasserschutz in Angriff genommen und der Weg wurde von der Friedhofsseite nach vorn auf einen Damm entlang der Alb verlegt. Die Überflutungen waren seltener, aber auch der neue Damm schützte die Gärten nicht immer zuverlässig.  Abhilfe sollte erst die Renaturierung der Alb 2008 schaffen. Doch es gibt Ausnahmen.

 

Land unter – ein Jahrhundertereignis?

Ende Mai 2013 kam es zu einer außergewöhnlichen Wetterlage, deren Auswirkungen sich kaum jemand vorstellen konnte. Erst drückte nur das Grundwasser, und einige Gärten verwandelten sich in klare Seen mit etwa knietiefem Wasser. Das war noch nicht so schlimm. Dann hörte es endlich auf zu regnen und wir waren sicher, dass jetzt auch das Wasser wieder sinken würde. Doch über Nacht war die Alb einfach über den Weg geschwappt und hatte mehrere Gärten bis in Bauchhöhe überflutet. Das Wasser war jetzt nicht mehr klar, sondern braun und schlammig. Man sah nur noch einen einzigen trüben See, in dem neben Gartenmöbeln auch einzelne verirrte Goldfische schwammen. Was war passiert? 

Nach Auskunft von Frank Lamm vom Tiefbauamt Karlsruhe war das Hochwasser ein unvorhersehbares Ereignis, das von mehreren außergewöhnlichen Faktoren beeinflusst wurde. Da war zunächst der tagelange Dauerregen, der dazu führte, dass die Alb nicht nur den Regen aus dem Schwarzwald aufnehmen musste, sondern zusätzlich das hohe Regenwasseraufkommen aus Karlsruhe. Gleichzeitig hatte der Rhein einen ungewöhnlich hohen Pegelstand, der den Albabfluss erheblich erschwerte. Der übervolle Rhein drückte das Wasser einfach zurück. Zwar habe die Renaturierung der Alb zu mehr verkraftbarem Wasservolumen geführt, so Lamm, und Grünwinkel profitiere insbesondere von den neuen Überflutungsflächen am Entenfang, doch mit diesen Wassermassen konnte einfach niemand rechnen. 

 

Was tun?

Bange verfolgten wir die weitere Entwicklung und stellten bald fest, dass die Wege zwar langsam wieder begehbar wurden, das Wasser aus den Gärten jedoch nicht allein abfließen würde. Denn die Gärten liegen in einer Senke.

Die naheliegende und von uns erhoffte ‚Nachbarschaftshilfe’ kam leider nicht zustande – sie war einfach unbezahlbar für einen Kleingartenverein. So besorgten wir privat mehrere Pumpen und begannen auf eigene Faust mit der Entwässerung der betroffenen Gärten. Gleichzeitig konnten wir mit Unterstützung des Bürgervereins Grünwinkel und dem Verband der Kleingärtner das Tiefbauamt von unserer Not überzeugen. Schon einen Tag später rückten die Kollegen mit schwerem Gerät an und packten kräftig zu. Langsam sank der Wasserspiegel und das Ausmaß der Schäden wurde sichtbar: Sämtliches Inventar und auch ein Großteil der elektrischen Gartengeräte waren nicht mehr zu gebrauchen. Die Pflanzen waren mit einer braunen Schlammschicht überzogen und boten einen traurigen Anblick. Etliche von ihnen gingen ein, andere verloren ‚nur’ die Blätter. 

Jetzt ging es ans Aufräumen. Die Stadt Karlsruhe organisierte einen kostenlosen Sperrmüll und auch die vom Hochwasser geschädigten Pflanzen wurden abgeholt. Und wir Gärtner begannen den Boden zu lüften und neu zu pflanzen. Schon am Ende des Sommers war bis auf die braune Schlammschicht auf den verbliebenen Pflanzen kaum noch etwas vom Hochwasserschaden zu sehen. In diesem Jahr strahlt alles wieder in frischem Grün. Hoffen wir, dass das Hochwasser tatsächlich ein Jahrhundertereignis bleibt.

 

Intaktes Vereinsleben

Dass das Vereinsleben inzwischen funktioniert, zeigt der Erfolg bei den Oberbürgermeister- und Bezirkswettbewerben. Der Kleingartenverein Grünwinkel belegte dabei 2012, 2013 und 2015 einen 2. Platz.